Einrichtungen

Pleuramesotheliom-Ambulanz

Gehört zu Thoraxonkologie

Spezialambulanz

Kontakt
Röntgenstraße 1
69126 Heidelberg


06221 396-1301
06221 396-1302

Wichtige Informationen

Das Pleuramesotheliom ist ein bösartiger Tumor des Rippenfells. Die Häufigkeit in Deutschland beträgt 1,1 pro 100.000 Einwohner. Bei 70 bis 80 Prozent aller Mesotheliomerkrankungen findet sich ein beruflicher Asbestkontakt, wobei Männer mit 80 Prozent viermal häufiger als Frauen betroffen sind.

Durch die Verwendung von Asbest in den verschiedensten Lebensbereichen und Industrien bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein haben die im Wesentlichen durch Asbest hervorgerufenen Tumore des Rippenfells in ihrer Häufigkeit stark zugenommen.

Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass auch eine relativ kurze Expositionsdauer ausreicht, um einen solchen bösartigen Rippenfelltumor (Pleuramesotheliom) hervorzurufen, auch kann die Exposition gegenüber Asbest schon viele Jahre und Jahrzehnte zurückliegen und erst dann einen Tumor auslösen.

Die Diagnose ist schwierig zu stellen. Oft kann erst durch einen operativen Eingriff Sicherheit erlangt werden. Wichtig bei der Behandlung des malignen Pleuramesotheliom ist die intensive Zusammenarbeit von Thoraxchirurgie, Thoraxonkologie, Strahlentherapie und Palliativmedizin. Darüber hinaus die Kenntnis und Beratung zu modernen Entwicklungen in der Thoraxonkologie, wie dem Stellenwert der Immuntherapie oder antiangiogenetischen Therapieansätzen.

Unser Angebot

Zentrumsmedizin
Im Rahmen einer Spezialsprechstunde bieten wir Patienten in allen Tumorstadien die Möglichkeit einer Mitbeurteilung („Zweitmeinung“) oder auch einer kontinuierlichen Betreuung.

Unser Netzwerk
Umfasst die Integration von Spezialisten/Innen aus Thoraxonkologie, Thoraxchirurgie, Radioonkologie, Pathologie, Molekularpathologie (NGS-Multiplex-Analyse; Liquid Biopsy), Neuroonkologie und der translationalen molekularen Diagnostik („Heidelberger MASTER-Programm“).

Interdisziplinäres Tumorboard
Das Tumorboard findet mit erfahrenen Experten zur Beratung der bestmöglichen Therapiestrategien für jeden Patienten statt.

Nutzung neuester Verfahren
Auch bei fortgeschrittener Erkrankung: Im Rahmen von Studienkonzepten können auch neue Therapiemöglichkeiten angeboten werden. Das thoraxonkologische Studienzentrum Heidelberg nimmt hier eine Spitzenposition ein.

Innovative Verfahren:
Auch in fortgeschrittenen Stadien werden moderne chirurgische Verfahren, wie z.B. die „hypertherme Chemoperfusion“ (HITOC), eingesetzt. Moderne Konzepte der Immunonkologie werden kooperativ mit der Universität Heidelberg im Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen (NCT) und dem deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) entwickelt.