Für Patienten Akademie für Prävention… Ernährungsberatung …

Ernährungsberatung

Neben der Steigerung der körperlichen Aktivität, trägt eine gesundheitsfördernde Ernährungsweise dazu bei, die eigene Leistungsfähigkeit zu stärken und zu erhalten. Ernährungsberatung soll nicht nur Wissen vermitteln, sie soll Motivation und Hoffnung bei der Bewältigung von Ernährungsproblemen sein. Dabei steht die Freude am Essen und der Erhalt der Lebensqualität im Vordergrund.

Möchten Sie gerne mit dem Rauchen aufhören, haben aber Angst davor, an Gewicht zuzunehmen? Diese Angst lässt viele Raucher davor zurückschrecken, einen Rauchstopp zu versuchen. Und tatsächlich zügelt das Nikotin in der Zigarette den Appetit und steigert den Energiebedarf. Außerdem greifen Menschen, die mit dem Rauchen aufgehört haben, nicht selten vermehrt zu kalorienreichen Snacks. Hier möchten wir sie von Anfang an unterstützen und ihnen zeigen, wie der Rauchstopp auch ohne Gewichtszunahme gelingt.

Nach einer Reflexion Ihrer persönlichen Essgewohnheiten, erarbeiten wir in Kleingruppen die Grundlagen einer alltagstauglichen, ausgewogenen Ernährung. Ziel ist es, ihr Wohlfühlgewicht zu erhalten bzw. zu erreichen und trotzdem den Genuss am Essen nicht zu kurz kommen zu lassen.  Wir möchten sie in ihren neuen Essalltag begleiten und mit ihnen gemeinsam Strategien gegen Heißhungerattacken und Stoffwechselveränderungen finden.

Leiden Sie an einer bereits bestehenden Lungenerkrankung? Symptome hierbei können u.a. Gewichtsverlust und/oder Mangelernährung sein. Aber auch bestehendes Übergewicht belastet vermehrt das Herz-Kreislauf-System und man kommt schneller aus der Puste. Hier trägt eine angepasste Ernährungsweise zum allgemeinen Wohlbefinden und zum Erhalt der Lungenfunktion bei.

Nach einer ausführlichen Anamnese und Beobachtung ihres Essverhaltens, beraten wir Sie ganz individuell abgestimmt auf ihre Ernährungsprobleme.

Bei Interesse an einer Ernährungsberatung kontaktieren Sie unsere Ernährungsberater*innen und Diätassisten*innen.

Die Rezepte der vergangenen Monate für eine gesunde Ernährung finden Sie hier

Unsere Rezepte im Monat Februar

Linsenrisotto mit gebratenem Fischfilet

Zutaten für 4 Personen:

325 g gelbe Linsen
1-2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
100 ml trockener Weißwein
ca. 750 ml Gemüsebrühe
75 g geriebener Parmesan

4 Fischfilet mit Haut (z.B. Dorade oder Zander, á ca. 150g)
1 Zweig Thymian
Knoblauchzehe

Olivenöl, Butter, Salz, Pfeffer aus der Mühle

 

Zubereitung:

Linsen waschen und abtropfen lassen. Schalotten und Knoblauch abziehen und fein würfeln.
Gemüsebrühe erhitzen.
In einem Topf 3 Esslöffel Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch glasig braten. Linsen dazugeben und kurz mitbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nun mit einem Drittel der Gemüsebrühe auffüllen. Linsen in 25 bis 30 Minuten weich garen. Gelegentlich umrühren und nach und nach die übrige Brühe dazugießen.

In der Zwischenzeit Fischfilets waschen und trocken tupfen. Die Fischhaut mit einem scharfen Messer mehrmals einschneiden. Die Filets mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Risotto fast fertig ist, 2 Essl. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Fischfilets auf der Hautseite 
3-4 Minuten braten. Angedrückte Knoblauchzehe, Thymianzweig und 1 Teel. Butter dazugeben. Fischfilets vorsichtig wenden und zwei Minuten garziehen lassen.

In dieser Zeit den geriebenen Parmesan und 1 Teel. Butter unter das Linsenrisotto rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Risotto und Fischfilets auf Teller anrichten und evtl. mit frischen Kräutern garnieren.

Guten Appetit!


Tipp:

Wer das Rezept vegetarisch abwandeln möchte, kann den Fisch durch gebratene Kräuterseitlinge ersetzen.
 

Spinat-Bergkäse-Knödel mit Walnüssen 

Zutaten (4 Personen):
150 ml Milch
200 g Weißbrot, mind. vom Vortag
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
250 g Babyspinat
1El Öl
2 Eier
70 g Mehl 
100 g Bergkäse
1 Handvoll Walnüsse
Salz, Pfeffer, Muskat
1EL Butter

Zubereitung:
Weißbrot in 1 cm große Würfel schneiden und in eine Schüssel geben, lauwarme Milch darüber geben und mind. 30 Min. ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Babyspinat waschen, Zwiebel klein würfeln, Knoblauch zerdrücken. In einer Pfanne Öl erhitzen, Zwiebel glasig dünsten, Knoblauch und Spinat zugeben, etw. salzen und unter mehrmaligem Wenden etwa 3 Min. ohne zusätzliche Flüssigkeit dünsten, abkühlen lassen. Bergkäse reiben, etwa 2/3 davon zu dem Brotteig geben, abgekühlter Spinat, Eier, Walnüsse, Mehl untermischen und mit wenig Salz (Bergkäse ist schon sehr würzig), Pfeffer und Muskat würzen. Aus dem Teig 8 Knödel formen und in einem großen Topf mit reichlich Salzwasser 15 Min. gar ziehen lassen (nicht kochen!) und herausnehmen. In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Knödel darin goldbraun anbraten, mit dem restlichen Bergkäse bestreuen. 

Tipp:
Schmeckt gut zu Feldsalat. 
Der Babyspinat kann auch durch Tiefkühlspinat ersetzt werden, hierzu den Spinat auftauen und gut ausdrücken. Wenn kein Babyspinat verwendet wird, ca 20-30 % Putzverlust zusätzlich berechnen. 

Übrigens: 
Bergkäse gehört mit 29 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm Käse zu eiweißreichsten den Käsesorten.

Kontakt

Tel.: 06221 396-2509

e-mail: v-thor.ernaehrungsberatung(at)med.uni-heidelberg.de

Der Eiweißboom und was dahinter steckt…


Wir leben im Schlaraffenland und die Auswahl an Lebensmitteln in den Supermärkten scheint grenzenlos. Neben wenig- oder unverarbeiteten Grundnahrungsmitteln wie Obst, Gemüse, Milchprodukten, Fleisch, Kartoffeln und Getreide findet der Verbraucher auch unzählige Fertig- und Spezialprodukte. Ernährungstrends werden von der Lebensmittelindustrie aufgegriffen, intensiv beworben und vermarktet. 

Lange Zeit schon populär und immer noch aktuell scheint der Trend zu Low-Carb-Diäten. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel stehen bei der Bevölkerung unter Verdacht die Hauptursache von Gewichtszunahme und Übergewicht zu sein. Gleichzeitig wird der Nährstoff Eiweiß (Protein) geradezu als Wundermittel für Fitness, Schlankheit und Gesundheit angepriesen. 
Fitnessstudios waren die Ersten, die Proteinpulver und -shakes an die Trainierenden verkauften.  Es folgten Bäckereien und Brotläden mit Eiweißbrot.
In den Regalen der Supermärkte findet man inzwischen die unterschiedlichsten Lebensmittel mit der Bezeichnung „High Protein“, „reich an Protein“ oder „Proteinquelle“: vom Müsli über High-Protein-Pudding und Proteineis bis hin zu Linsenchips.

Bei Angaben wie "High Protein" müssen mindestens 20 Prozent des Energiegehalts aus Protein sein

Viele herkömmliche eiweißreiche Lebensmittel können da locker mithalten. Von Natur aus stecken in Joghurt, Quark, Hüttenkäse, mageren Käsesorten, magerem Fleisch, Geflügel oder Fisch ähnlich hohe Proteingehalte wie in den teuren Spezialprodukten.
Pflanzliche Lebensmittel tragen ebenso dazu bei, den Eiweißbedarf zu decken. Reich an pflanzlichen Proteinen sind Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen, Sojabohnen), Vollkorngetreide, Kartoffeln, Pilze, Nüsse.
Kombinationen aus pflanzlichen und tierischen Proteinquellen sind besonders hochwertig. Beliebte Gerichte wie Müsli oder Porridge, Kartoffelauflauf, Rührei mit Kartoffeln, Linseneintopf mit Spätzle, Pfannkuchen mit Pilzfüllung, Ofenkartoffeln mit Kräuterquark sind nur einige Beispiele dafür.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
-    Die Eiweißversorgung in Deutschland ist sehr gut. 
-    Auch wer regelmäßig Sport treibt oder vegan lebt, kann seinen Proteinbedarf mit normalen eiweißreichen Lebensmitteln decken.
-    Eine proteinreiche Diät ist gut sättigend und kann kurzfristig helfen, Gewicht zu verlieren. Für den langfristigen Abnehm-Erfolg sind letztendlich die Energiebilanz und die Alltagstauglich-keit einer dauerhaften Ernährungsumstellung entscheidend. Spezialprodukte sind dazu nicht nötig.
-    Lebensmittel mit einer Extraportion Eiweiß sind oft teurer als normale Lebensmittel. Proteinriegel oder -pulver enthalten meist unnötig viel Süßungsmittel, Zusatzstoffe und Aromen. Sie sind in einer ausgewogenen Ernährung überflüssig.


Eiweiß liefert dem menschlichen Stoffwechsel Aminosäuren und Stickstoff. Einige Aminosäuren sind lebenswichtig und müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Der Körper benötigt sie unter anderem für den Aufbau von Muskulatur, Zellen, Enzymen und Hormonen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für gesunde Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 0,8 Gramm Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht. Bei einer 70 Kilogramm schweren Person entspricht das einer Eiweißmenge von 56 Gramm am Tag. Diese Mengen werden im Durchschnitt bereits mit der üblichen Mischkost überschritten. So liegt die Aufnahme bei Männern im Mittel bei 85 Gramm und bei Frauen bei 64 Gramm.