Über uns Geschichte der Klinik …

Geschichte der Klinik

Ausführliche Geschichte

Ärztliche Direktoren

1928 bis 1933: Prof. Dr. Albert Fraenkel
1934 bis 1938: PD Dr. Walter Schmidt
1939 bis 1945: Prof. Dr. Ludwig Adelberger
1946 bis 1947: Dr. Kurt Theiss
1947 bis 1972: Prof. Dr. Dr. Erwin Gaubatz
1972 bis 1996: Prof. Dr. Ingolf Vogt-Moykopf
1996 bis 2005: Univ.-Prof. Dr. Peter Drings
2005 bis 2015: Univ.-Prof. Dr. Hendrik Dienemann
seit 2015: Univ.-Prof. Dr. Felix Herth

Gründer Prof. Dr. Albert Fraenkel

Prof. Dr. Albert Fraenkel gründete in Heidelberg den Speyerershof (heute Speyererhof der Kliniken Schmieder) und die Thoraxklinik. Beginn der Betreuung von Pfleglingen an der Thoraxklinik war zwar 1899, die Entwicklung zur akutmedizinischen Klinik auf universitärem Niveau begann jedoch 1928, als die Einrichtung zum Tuberkulose-Krankenhaus Rohrbach wurde. Fraenkel war der erste Ärztliche Direktor und hatte einen Lehrauftrag für Tuberkulose an der Universität Heidelberg.

Im Jahr 2011 beauftragten die Kliniken Schmieder Herrn Dr. Bernd Weidmann (Heidelberg) zur Gestaltung einer Dokumentation über das gesamte Lebenswerk Albert Fraenkels. Weidmann ist auch Mitherausgeber des biografischen Sammelbands „Albert Fraenkel – ein Arztleben in Licht und Schatten“ (2004). Das Buch ist vergriffen, kann aber im Einzelfall über die Thoraxklinik bezogen werden.

Hier finden Sie eine Abhandlung von Herrn Dr. Weidmann: "Albert-Fraenkel- Gründer des Speyrerhofs- Leben, Werk und Wirkung" (Copyright: Kliniken Schmieder).

Chronik


1899
1914-1918
1920-1933
1933
1972
1999
2004
2009
2011
Aktuell

Anlässlich des 70. Geburtstages des Großherzogs Friedrich I von Baden sammelten Unternehmer und Privatpersonen aus dem Großherzogtum auf Initiative des Mannheimer Unternehmers Dr. h.c. Carl Haas (Zellstofffabrik Waldhof = ZEWA) die sogenannte „Großherzog-Friedrich-Spende“. Die Spende in Höhe von 330.000 Mark wurde einem sozialen Zweck zur Verfügung gestellt. Zur Erfüllung der Aufgaben wurde in Karlsruhe der Verein „Genesungsfürsorge“ gegründet. Ziel des Vereins war, zwei Gebäude als Genesungsheime käuflich zu erwerben und umzuwidmen: den Tretenhof in Seelbach bei Lahr und das „Rohrbacher Schlösschen in Heidelberg Rohrbach. Das Rohrbacher Schlösschen und das dazugehörige Gelände wurden zum Preis von 35.000 Mark erworben. In Rohrbach wurden 1899 erstmals „Pfleglinge“ zur Erholung aufgenommen. Die Leitung für das Genesungsheim oblag der Oberin. Die Ärzte Prof. Dr. Knauff und Dr. Holl waren konsiliarisch tätig.

 

Lazarett im 1. Weltkrieg: Mit Ausbruch des 1. Weltkriegs wurde das Schlösschen - mit dem mittlerweile vorhandenen Erweiterungsbau - zum Reservelazarett. Nach Beendigung des Krieges wurde das ehemalige Genesungsheim als Tuberkulosekrankenhaus für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene von der Hauptfürsorgestelle Karlsruhe weitergeführt. Und da dieses Krankenhaus in zunehmenden Maße von den Versicherungsträgern auch für spezielle Heilverfahren herangezogen wurde und sich so immer mehr dem Versichertenkreis und den Bedürfnissen der damaligen LVA Baden erschloss, erfolgte konsequenterweise die Übernahme der Klinik durch die LVA Baden im Jahr 1929.

 

Die Einrichtung wird zum „Tuberkulosekrankenhaus Rohrbach“. Verantwortlich zeichnen Dr. Gustav Hack als Direktor und Prof. Dr. Albert Fraenkel, der erste Ärztliche Direktor der Klinik. Die katholischen „Bühler Schwestern“ übernehmen die pflegerische Versorgung der Patienten. 1933 wird Prof. Dr. Fraenkel wegen seiner jüdischen Abstammung entlassen.

 

Unter PD Dr. Walter Schmidt, dem Begründer der Thoraxchirurgie an der Thoraxklinik, entwickelte sich die Klinik bezüglich der Bettenkapazität enorm weiter. Neben der Pneumologie und Thoraxchirurgie etablieren sich im Laufe der Jahre auch die klinischen Bereiche Thoraxonkologie und Intensivmedizin.

 

Die Bühler Schwestern verlassen 1972 nach 52 Jahren segensreicher Arbeit die Klinik.

 

Die Thoraxklinik wird in die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH geführt. Die Fachgebiete Thoraxchirurgie, Pneumologie und Onkologie sind exklusiv an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg vertreten.

 

Die Thoraxklinik ist einer der Partner des neu gegründeten Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg NCT.

 

Es werden die Zertifizierungen zum Lungenkrebszentrum und akkreditiertem Weaningzentrum erreicht. Diese konnten bis heute durch Re-Zertifizierungen weiter fortgeführt werden.

 

Die Thoraxklinik Heidelberg gGmbH wird als Tochtergesellschaft in das Universitätsklinikum Heidelberg eingegliedert.

 

Als eine der größten Lungenfachkliniken in Deutschland werden mit 310 Planbetten sowie 4 OP-Sälen medizinische Leistungen und ca. 2.300 Operationen im Bereich der Thoraxerkrankungen durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Lungenerkrankungen, der Pleura, des Mediastinums, der Brustwand und angrenzenden Regionen. Die Klinik gehört zudem zu den Heidelberger Standorten des Deutschen Zentrums für Lungenforschung. Sie ist somit in die standortübergreifende Zusammenarbeit auf dem Feld der Grundlagenwissenschaften und der klinischen Forschung integriert. 

 

 

 

Die Thoraxklinik betreut bundesweit mit die meisten Patienten in den Bereichen Weaning, Mukovizidose, Lungenfibrose und pulmonaler Hypertonie. Die interventionelle Endoskopie gilt als eine der weltweit führenden Zentren, die mehrere Innovationen zur Markteinführung gebracht hat. Auch bei Erkrankungen des Lungenkarzinoms zählt die Klinik zu den größten Europas und bietet sämtliche diagnostische Verfahren bis hin zur robotergestützten Therapie an. Ebenso gehört sie auf dem Gebiet der Molekularen Onkologie zu einer der wichtigsten Zentren Europas.