Krebs und Bewegung

 


Die Diagnose „Krebs“ ist zunächst für den betroffenen Menschen oft eine geradezu niederschmetternde und im wahrsten Sinne des Wortes lähmende Nachricht. Diese „Starre“ kann sich auf der körperlichen Ebene genauso manifestieren wie im Bereich des emotionalen Erlebens und so einen ganzen Krankheitsprozess prägen. Aus der Beobachtung heraus, dass körperlich aktive Patienten mit ihrer Erkrankungssituation in vielen Fällen deutlich besser zurecht kommen und belastende Therapien häufig besser vertragen werden, entwickelte sich für uns der Wunsch, etwas für den Erhalt und die Förderung der körperlichen Aktivität unserer Patienten zu tun. Wir hoffen damit, mehr als nur auf der körperlichen Ebene, etwas in Bewegung zu setzen und den betroffenen Menschen ein Stück Sicherheit und Selbstvertrauen in der Alltagssituation zurückgeben zu können.

Zusammen mit den Physiotherapeuten unseres Hauses erarbeiten wir in diesem Zusammenhang Konzepte, um an einem thoraxonkologisch erkrankten Patienten eine Perspektive zur körperlichen Aktivität in der Gruppe zu geben. Die Förderung der Beweglichkeit sowie der Kondition, der körperlichen Koordination aber auch der Erfahrungsaustausch in der Gruppe stehen dabei ebenso im Fokus wie die Änderung der durch die Erkrankung häufig negativ geprägten Selbstwahrnehmung.