Spezialsprechstunde Immunonkologie beim Lungenkarzinom

 

In den letzten Jahrzehnten stellten Chirurgie, Bestrahlung sowie Chemo- und zielgerichtete Therapien die Hauptsäulen der Lungenkrebstherapie dar. Mit diesen Mitteln kann  ein längeres Überleben und eine verbesserte Lebensqualität für viele Patienten mit Lungenkrebs erreicht werden.

Eine moderne weitere Möglichkeit der Lungenkrebsbehandlung bietet die Immunonkologie.

Die meisten bisher verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten richten sich gegen den Tumor bzw. die Krebszellen. Immunonkologische Therapien hingegen mobilisieren das körpereigene Immunsystem, um Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.

Seit 2015 sind sogenannte Immuncheckpoint-Inhibitoren für die Therapie des Lungenkarzinoms zugelassen. Möglicherweise kann die Immuntherapie beim Lungenkarzinom dazu beitragen, dass selbst in der metastasierten Erkrankungssituation in bestimmten Fällen eine langfristig Stabilisierung zu erreichen ist. Derzeit wird in der translationalen Forschung daran gearbeitet besser zu verstehen bei welchen Patientengruppen dies möglich ist und mit welchen Biomarkern diese – über den derzeitigen Standard der PD-L1 Testung hinaus – erkannt werden können. In unserer Klinik wie auch im NCT Heidelberg arbeiten wir intensiv an diesen Fragestellungen und beraten auch dazu.

Immuntherapie ist im Hinblick auf die Nebenwirkungen der konventionelle Chemotherapie zwar besser verträglich, aber es gibt neue, immunvermittelte Nebenwirkungen, die sehr ausgeprägt sein können und ein enges Monitoring durch ein erfahrenes Team nötig machen.

All diese Aspekte berücksichtigen wir im Rahmen der Spezialsprechstunde.

 

Unser Angebot:

 

Zentrumsmedizin: Im Rahmen einer Spezialsprechstunde bieten wir Patienten in allen Tumorstadien die Möglichkeit, einer Mitbeurteilung („Zweitmeinung“) oder auch einer kontinuierlichen Betreuung

 

Unser Netzwerk umfasst die Integration von Spezialisten/Innen aus Thoraxonkologie, Thoraxchirurgie, Radioonkologie, Pathologie, Molekularpathologie (NGS-Multiplex-Analyse; Liquid Biopsy), Neuroonkologie und der translationalen molekularen Diagnostik („Heidelberger MASTER-Programm“).

 

Interdisziplinäres Tumorboard mit erfahrenen Experten zur Beratung der bestmöglichen Therapiestrategien in jedem Einzelfall.

 

Nutzung neuester Verfahren auch bei fortgeschrittener Erkrankung:Im Rahmen von Studienkonzepten können auch neue Therapiemöglichkeiten angeboten werden. Das thoraxonkologische Studienzentrum Heidelberg nimmt hier eine Spitzenposition ein.

 

Einbindung von klinischer Krankenversorgung in Forschungsstrukturen bis hin zur Grundlagenforschung. Im Rahmen von klinischen Kooperationseinheiten zwischen der Thoraxklinik, der Universität Heidelberg, des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen (NCT) und dem deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) werden neueste Therapieansätze entwickelt und exploriert.

 

Kontakt: 

Tel.: 06221-396-1301

Fax: 06221-396-1302