Checkliste - Studienplan - Flyer

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Hiermit möchten wir Sie über die Studie “Niedrigdosis Computertomographie zur Lungenkrebs-Früherkennung“ informieren, die die Lungenkrebszentren Münsterland am Clemenshospital und die Thoraxklinik, am Uni versitätsklinikum Heidelberg gemeinsam mit dem Deut schen Zentrum für Lungen forschung (DZL) durchführt. Da nur niedrige Tumorstadien des Bronchialkarzinoms kurativ behandelt werden können, muss der Lungen- krebs bereits bei asymptomatischen Menschen gefun den werden.

 

Die amerikanische Lungenkrebs-Screening-Studie„National Lung Screening Trial (NLST)“ konnte im Jahr 2011 nachweisen, dass die Mortalität des Lungen krebses um 20% gesenkt werden kann. Dazu wird die Risikogruppe jährlich mittels einer Niedrigdosis- Computertomographie (LDCT) untersucht.

 

Aufgrund dieser evidenzbasierten Ergebnisse wurden in einigen Staaten (USA, Kanada) Lungenkrebs-Screening-Programme bereits offiziell eingeführt. Die Kosten werden von den staatlichen Krankenversicherungen übernommen, wenn eine ausreichende Expertise der Beteiligten vorliegt. Lungenkrebs-Screening ist nur dann erfolgreich, wenn Experten verschiedener Fachdisziplinen zusammenwirken (Hausarzt, Pneumologe, Radiologe, Lungenkrebszentrum), die komplexen Abläufe klar definiert, zertifiziert und qualitätsgesichert sind und ein umfangreiches Raucherentwöhnungsprogramm für alle Teilnehmer angeboten wird.

 

Aus diesem Grunde wollen wir mit unserer Studie eine qualitätsgesicherte Untersuchungskette zur individuellen Früherkennung von Lungenkrebs mittels modernster Niedrig-Dosis-CT und computergestützter Nachverarbeitung definieren. Ziel der Studie ist es, die auf- tretende Strahlenbelastung, das Rauchverhalten, die Inzidenz von abklärungsbedürftigen Befunden und die Ergebnisse der nachfolgenden medizinischen Aufarbeitung in der qualitätsgesicherten realen Versorgungssituation des deutschen Gesundheitssystems zu erfassen.

Anders als das sogenannte „graue Screening“, also der CT-Vorsorgeuntersuchung bei „Krebsangst“ und Symptomfreiheit, ist diese Studie u.a. vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt und damit zulässig.

 

Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie diese Studie bei Patienten bekannt machen und geeignete Probanden unter Ihren Patienten auswählen. Helfen Sie uns, über diese Möglichkeit der Früherkennung zu informieren