Emphysem

Das Lungenemphysem ist eine krankhafte, nicht-reversible Zerstörung von Lungenbläschen mit konsekutiver Überblähung der Lunge. Chronische Entzündungen, Rauchen und genetische Ursachen sind für die Entstehung verantwortlich. Bei bestimmten Formen des Emphysems und unter der Voraussetzung einer starken Einschränkung der Atmung kommen chirurgische Verfahren zur Anwendung. Sie zielen auf eine Minderung der krankhaften Lungenüberblähung und tragen damit zu einer Funktionsverbesserung weniger stark geschädigter Lungenabschnitte bei.

Durch Studien gut abgesichert (NET-Trial, Naunheim KS et al, Long term follow up... Ann Thorac Surg 2006; 82:431-43) ist das Verfahren der sog. Volumenreduktion. Dabei werden überblähte Lungenanteile operativ entfernt, was sich in einer verbesserten Zwerchfellbeweglichkeit auswirkt. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für Patienten mit starker Überblähung der Oberlappen. Diese profitieren im Sinne einer längeren Überlebenszeit, höheren Leistungsreserve und besseren Lebensqualität.

Für Patienten mit gleichmäßiger Überblähung aller Lungenabschnitte wird derzeit ein Verfahren innerhalb einer international angelegten, prospektiven Studie evaluiert (PTO-002), an der die Thoraxklinik als einziges deutsches Zentrum teilnimmt. Das Prinzip besteht in der operativen Anlage einer direkten Verbindung zwischen zentralen Lungenabschnitten und Hautoberfläche durch ein neuartiges, individuell angepasstes Kathetersystem (sog. Pneumostoma).



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