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Leistungsspektrum

 

 

Die Abteilung "Diagnostische und Interventionelle Radiologie mit Nuklearmedizin" der Thoraxklinik-Heidelberg bietet Ihnen ein breites Spektrum  diagnostischer und interventioneller Verfahren unter Verwendung modernster bildgebender Techniken und zahlreicher Geräte an. Hierzu gehören:

  • Mehrschicht-Computertomografie (CT, MS-CT)
  • Magnetresonanztomografie (MR, MRT, NMR, Kernspintomographie)
  • Interventionelle Radiologie (Biopsie, Tumorablation)
  • Projektionsradiografie (konventionelles Röntgen) und Durchleuchtung
  • Sonografie (Ultraschall, Doppler/Duplex)
  • Nuklearmedizin (Szintigrafie)

Alle Untersuchungsgeräte sind voll digital ausgestattet und an ein modernes PACS (picture archiving computer system) zur Bildspeicherung und sofortigen Bildverteilung an Stationen und Ambulanzen angebunden. In insgesamt 38 Röntgenbesprechungen pro Woche sowie dem Thorax-Tumorboard des NCT stellen wir die Befunde der bildgebenden Untersuchungen den Kollegen der verschiedenen Fachabteilungen vor. Durch die regelmäßige Kommunikation und Konsultation sind Untersuchungsabläufe zum Wohle der Patienten individuell optimiert. Im interdisziplinären Gespräch werden diagnostische und therapeutische Strategien diskutiert und festgelegt. Pro Jahr werden etwa 60.000 radiologische und nuklearmedizinische Leistungen erbracht: 

 

Computertomografie

Die Vorteile der Mehrschicht-Computertomografie sind die kurzen Untersuchungszeiten für den Patienten, bei schneller Verfügbarkeit gepaart mit höchster diagnostischer Aussagekraft dieser robusten Technik. Die medizinische Bedeutung der Computertomografie wurde 1979 durch den Nobelpreis für die Entwickler Godfrey Hounsfield und Allen Cormack dokumentiert. Auch größere Körperabschnitte können lückenlos mit einmaligem Atemanhalten untersucht werden. Die Volumenberechnung erlaubt die dreidimensionale Darstellungen der Organe. Moderne Techniken erlauben eine individuelle Anpassung der Röntgendosis zur Minimalisierung der Strahlenbelastung. Der Einsatz jodhaltiger Kontrastmitteln ist dann erforderlich, wenn Lymphknoten, Gefäße oder innere Organe beurteilt werden sollen. Eine normale Nieren- und Schilddrüsenfunktion muß dazu vorliegen und wird jeweils aktuell überprüft (Kreatinin- und TSH-Wert). In der Routinediagnostik führen wir Untersuchungen von Kopf, Hals, Brust- und Bauchraum (Thorax und Abdomen) sowie der Wirbelsäule durch. Daneben kommen Spezialtechniken zum Einsatz wie

  • Dynamische CT der Atemwege zur Kollapsdiagnostik
  • Hochauflösende CT zur Diganostik von Lungengerüsterkrankungen
  • CT-gesteuerte Biopsie und Tumorablation
  • Gefäßdarstellung (Angio-CT) der Kopf-, Hals- und Thorax und Abdominalregion
  • Mehrphasen-CT zur Tumordiagnostik
  • Knochendichtemessungen
  • Präoperative und präinterventionelle Diagnostik im Rahmen der Navigation in Zusammenarbeit mit der interventionellen Pneumologie und Thoraxchirurgie

Magnetresonaztomografie                                                          

Die Magnet-Resonanz-Tomografie (= MRT, = Kernspintomografie) ist eines der modernsten medizinischen Diagnoseverfahren. Ihre Wirkungsweise beruht auf der Darstellung von Wasserstoff-Atomkernen (Protonen), die z.B. in Wasser und Fettgewebe zahlreich vorkommen. Im Wesentlichen benötigt man dazu ein starkes Magnetfeld und einen Radiowellensender. Es werden keine Röntgenstrahlen verwendet, daher besteht für Patienten keine Strahlenbelastung. Die MRT kann sehr kontrastreiche Bilder der verschiedenen Organe wie z.B. Gehirn, Knochenmark, Leber, Nieren etc. anfertigen. Damit lassen sich Ort und Ausdehnung eines Krankheitsherdes gut bestimmen. Die Lunge ist aufgrund des großen Luftgehaltes für die MRT ein schwieriges Organ. Durch unsere spezielle Geräteausstattung können wir jedoch auch Bilder von Lungenerkrankungen sowie Funktionsbilder wie Durchblutung und Atembewegung aufnehmen. In unserem Hause werden routinemäßig MR-Untersuchungen von Kopf, Hals, Brust- und Bauchraum (Thorax und Abdomen), Extremitäten, Wirbelsäule und Gelenken durchgeführt. Für spezielle  Fragestellungen bieten wir zusätzlich folgende Anwendungen:

- MRT der Lunge (besonders bei strahlenempfindlichen jungen Patienten und

  Schwangeren oder häufig wiederholten Untersuchungen)

- MRT der Lungendurchblutung (Perfusion)

- Kontrastmittelfreie Darstellung von Lungenembolien

- MRT der Luftröhre (Trachea, Atemwegskollaps) während freier Atmung

- MRT der Zwerchfellbewegung während freier Atmung

- MRT des Herzens und Flussmessungen, z.B.  bei Lungenshunts, arterio- venöse  Malformationen

 (AVM), Lungenvenenfehlmündungen, Lungenhochdruck

- MRT des Brustbeins (Sternum)

- MRT der Nasennebenhöhlen

- Ganzkörper-MRT (orientierende Untersuchung)

- MR-Angiografie (Gefäßdarstellung: Arterien und Venen von Kopf und Hals,

  Brust- und Bauchraum, Becken und Beine)

- MR-Cholangio-Pankreatikografie (MRCP, Darstellung der Gallenwege  und

  Bauchspeicheldrüsengänge)

- Diffusions-MRT (akute Schlaganfal- und Tumordiagnostik)

 

CT- und MRT-Untersuchungen erfolgen jeweils mit der Möglichkeit multiplanarer, dreidimensionaler Rekonstruktionen und teilweise einer quantitativen Nachverarbeitung. 

 


MR-Angiographie der Lungengefäße. Strahlenfreie Untersuchung in 12 Sekunden zB bei Verdacht auf Lungenembolie.

 

Biospie und Intervention 

Es werden CT und Ultraschall gestützte Biopsien, Drainagen und Ergußpunktionen sowie präoperative Herdmarkierungen nahezu aller Organsysteme durchgeführt. Diese werden in örtlicher Betäubung durchgeführt. Darüber hinaus erfolgen Tumorablationen des Thorax z.B. mittels Radiofrequenzablation und Mikrowellenablation in Allgemeinnarkose. Prof. Heußel ist dazu als Ausbilder der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie zertifiziert.

 

Sonografie

Die Ultraschall-Untersuchung einschließlich Farb-Duplex wird sowohl in der Routinediagnostik als auch in der Notfalldiagnostik rund um die Uhr eingesetzt.

Anwendungsbereiche sind Erkrankungen des Abdomens, der Thoraxwand, der Weichteile, des Halses, der Lymphknoten einschließlich Schilddrüse. 

 

Nuklearmedizin

Im Gegensatz zu den bildgebenden Röntgenverfahren, CT, MRT und Sonografie, die hauptsächlich die Struktur zeigen, arbeitet die Nuklearmedizin nach dem Tracer Prinzip. Dabei wird ein radioaktives Element in den Körper eingebracht und dessen Strahlung durch Detektorsystem gemessen. Bei der Skelettszintigrafie wird z.B. das Radiopharmakon 99mTechnetium-Methylendiphosphonat intravenös appliziert. Dieses wird bevorzugt von knochenbildenden Zellen (Osteoblasten) aufgenommen. Normales Knochengewebe zeigt im Szintigramm eine niedrige Aktivität, Zonen erhöhter Aktivität lassen auf verstärkten Knochenumbau und damit auf krankhafte Vorgänge schließen.


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