Endoskopie

Abteilungsleitung

Nina Beer

nina.beer@med.uni-heidelberg.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Stellvertretende Abteilungsleitung

Beatrice Senn

beatrice.senn@med.uni-heidelberg.de

 

 

 

 

 

 

Stationsteam:

Fachkrankenpfleger/in für Endoskopiedienst

Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Versorgungsassistentin

Ärztinnen und Ärzte

Aus- Weiterbildende:

OTA, FWB, AT, MFA

 

Aus-und Weiterbildung:

Fachweiterbildung Gesundheits- und Krankenpflege für den Endoskopiedienst

Praxisanleiter/in

 

Die Endoskopieabteilung der Thoraxklinik-Heidelberg wurde 1998 von Grund auf saniert. Auf einer Grundfläche von insgesamt rund 600 m2 entstand dabei eine der modernsten Endoskopieabteilungen weltweit.

 

Die Aspekte Technik, Patientensicherheit und Patientenkomfort sowie Ergonomie und Qualitätsmanagement wurden nach neuesten Erkenntnissen umgesetzt.


 
 

Die Abteilung besteht aus:

  • vier Untersuchungsräumen
  • mehreren Büroräumen
  • einer Wartezone für Patienten und Angehörige
  • einem Raum zur  Vorbereitung der Patienten
  • einem Aufwachraum
  • einem Aufbereitungsraum zur Reinigung des Instrumentariums
  • einem Geräteraum
  • einem EDV-Raum 
  • einem Personalaufenthaltsraum


Zwei der Untersuchungsräume sind für die Spiegelung der Atemwege und der Spiegelung des oberen Gastrointestinaltrakts eingerichtet – der eine mit allen Geräten für invasive Diagnostik und Therapie, der andere für weniger aufwendige Routineuntersuchungen.

Zwei weitere Säle wurden für den Ultraschall und für die diagnostische Thorakoskopie ausgerüstet.


Lichtquellen, Prozessoren und andere Geräte sind auf Deckenampeln montiert. Alle elektrischen Kabel, Bild- und Computerleitungen laufen unter abgehängten Decken zum Dokumentationsturm neben dem Befundungsplatz jedes Untersuchungsraumes. Zur besseren Kommunikation erfolgen die Untersuchungen über Videomonitore. Parallele bildgebende Verfahren – starre und flexible Endoskopie, Endobronchialer Ultraschall, Röntgen, Fluoreszenzendoskopie und andere – und die unterschiedlichsten Positionierung des Personals erfordern bis zu vier Bildschirme.


Die Dokumentation erfolgt auf digitale Videobändern, die über integrierte Touchpanels gesteuert werden. Alle Überwachungsgeräte, die Desinfektionsautomaten, die Materialverwaltung und das Personalmanagement der leitenden Endoskopiefachkraft sind mit der digitalen Dokumentationszentralstelle verbunden. So können im Rahmen des Qualitätsmanagements wichtige Informationen zusammengeführt und sinnvoll genutzt werden.



Die Kommunikationstechnologie konnten wir bereits im Juni 2000 bei einer international beachteten Live-Übertragung auf dem 11. Weltkongress für Bronchoskopie erproben, der unter dem Motto „Bronchoskopie im Computerzeitalter“ im japanischen Yokohama stattfand. Unsere Konzepte sind dort weltweit auf großes Interesse gestoßen, und die Endoskopie der Thoraxklinik Heidelberg gilt heute als Modell für die Planung vieler zukünftiger Abteilungen.
Das Endoskopie-Team an der Heidelberger Thoraxklinik hat seine Arbeitszukunft selber mitgestaltet.


In die Planung der Abteilung war das Pflegeteam miteinbezogen. Neben der  Technik wurde auch auf Ökonomie, Ergonomie und Patienten- sowie Personalkomfort besonderer Wert gelegt.


Als Grundlage dieser Planung diente die Organisation der Arbeitsabläufe und die Patientenbetreuung. Die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche wurden in der Raumplanung abgebildet, um ein effektives Arbeiten zu ermöglichen.


Diese umfassen:

  • die Vorbereitung und anschließende Überwachung des Patienten
  • das Instrumentieren und Assistieren bei der Untersuchung
  • die Springertätigkeit   
  • das Assistieren bei der Narkose
  • Geräteaufbereitung und –wartung
  • Administration


Wir arbeiten nach dem Rotationssystem, das bedeutet, dass jede/r Mitarbeiter/in rotierend an jedem Arbeitsplatz zum Einsatz kommt.  


Um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu gewährleisten, sind die unterschiedlichen Arbeitsbereiche räumlich abgegrenzt. Ambulante Patienten werden von unserer Sekretärin in Empfang genommen und ihre Unterlagen auf Vollständigkeit überprüft. Die stationären Patienten werden, nach einem am Vortag erstellten Untersuchungsplan, von einer Pflegekraft abgerufen und dann zur endoskopischen Untersuchung wie folgt vorbereitet:

  • Legen eines venösen Zugangs
  • Anlegen der Blutdruckmanschette und EKG-Elektroden zur Überwachung
  • Ambulante Patienten erhalten dabei ihre Prämedikation
  • Ein Pflegegespräch anbieten um evtl. vorhandene Ängste abzubauen.


Im Untersuchungsraum befinden sich die Geräte am Kopfende des Untersuchungstisches in direkter Reichweite für Arzt und Assistenz. Beide können den Untersuchungsablauf über Monitor mitverfolgen. Das erleichtert das Instrumentieren und ein „Hand in Hand“ -Arbeiten zwischen Untersucher und Pflegekraft ist gewährleistet. Bildquellen und Dokumentation werden über ein Touchpanel von der Assistenz gesteuert.  


Der als „Springer“ eingeteilte Kollege/in hat seinen Platz auf der Seite des Patienten. Er versorgt das entnommene Material und bedient zusätzlich benötigte Geräte.


Auf der gegenüber liegenden Seite haben der Anästhesist und seine Assistenz, die auch durch unser Team gestellt wird, alle Medikamente und Narkosegeräte in direkter Reichweite.


Das Instrumentarium wird nach Untersuchungsende auf kürzestem Wege im gegenüberliegenden Aufbereitungsraum dem Hygienekreislauf zugeführt. Der Aufbereitungsraum entspricht, wie alle anderen Arbeitsbereiche auch, den neuesten hygienischen und Arbeitsmedizinschen Erkenntnissen. Die Größe des Aufbereitungsraumes erlaubt mehreren Personen ein gleichzeitiges nach reiner und unreiner Seite getrenntes arbeiten.


Vier ETD-Maschinen ermöglichen ein dem Untersuchungsaufkommen und dem Gerätepark angemessenes Aufbereiten, das mit dem Endo-Scanner  in der digitalen Akte dokumentiert werden kann.


Die Materialverwaltung erfolgt über ein Modulsystem. Diese wurde eingeführt, um Bestellvorgänge zu vereinfachen und um Vorratshaltung zu vermeiden.
Nach Abschluss der Untersuchung wird der Patient bis zur Rückverlegung auf die Station oder bis zur Entlassung im Aufwachraum vom Pflegekräften aus unserem Team betreut.


Überwachung und Vorbereitung liegen benachbart, sind durch ein Sichtfenster verbunden.


Die Überwachungsdaten der beiden Räume werden elektronisch gespeichert.

Das Untersuchungsprogramm wird je nach Fragestellung und Dringlichkeit der Untersuchung sowie nach Geräte- und Raumressourcen und nach der personellen Besetzung in Absprache zwischen ärztlicher und pflegerischer Leitung schon am Vortag organisiert. Die Organisation wird durch die Einführung eines digitalen Klinikinformationssystem unterstützt, das auch die Leistungserfassung und –abrechnung durch die Verwaltung erleichtert.


Der hohe Standard kann nur durch eine kontinuierliche Fortbildung gewährleistet werden. Das Anforderungsprofil ist mit den Anforderungen anderer Spezialgebiete absolut gleichwertig. Ein Schwerpunkt des Berufes Endoskopiefachkraft ist sicherlich im medizin-technischem Bereich zu sehen, daher ist es auch nicht verwunderlich das auch die Berufsgruppe der OTA’s (Operative Technische Assistenten) ihr Einsatzgebiet in der Endoskopie gefunden haben.


Das Berufsbild der Endoskopiefachkraft ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), in ungezählten Sitzungen hier in unserer Klinik, in den Fachweiterbildungskatalog aufgenommen worden. Die Thoraxklinik-Heidelberg gGmbH  bietet, in Kooperation mit dem Weiterbildungsinstitut ekw.concept, seit November 2001 die 2-jährige Weiterbildung für die Krankenpflege im Endoskopiedienst mit großem Erfolg an.