Alter:               [<- Zurück zu: Aktuelles ]
Radiofrequenzablation - was ist das?
02.08.2017
Die Patientin stellte sich mit einem zufällig gefundenen Lungenrundherd vor, der leicht an Größe auf nun 12mm zunahm. In der FDG-PET/CT war dieser Herd verdächtig auf ein Bronchialkarzinom. Daher wurde der Patientin eine Radiofrequenzablation mit vorgeschalteter CT-gesteuerter Biopsie zur histologischen Sicherung durch Prof. Dr. C.P. Heußel angeboten. Nach 10 min. der Untersuchung erfolgte die telefonische Durchsage, dass es sich um ein nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom handle, vermutlich ein Adenokarzinom. Daraufhin wurde in der gleichen Narkose eine bipolare Sonde in den Tumor eingeführt und dieser mittels Wechselstrom über 16 Minuten abladiert (Radiofrequenzablation). Am Folgetag war die Patientin selbstständig zu Fuß in der Röntgenabteilung und erhielt eine CT. In dieser Kontrolle zeigt sich der zentrale Stichkanal durch den nun nekrotischen Tumor. Es kommt nicht zu einem messbaren Verlust an Lungengewebe, so dass die schwer vorerkrankte Patientin im Langzeitverlauf nicht von einer Verschlechterung ihrer Lungenfunktion durch die Ablation ausgehen muss.



Social Bookmarks