Zertifizierungen

 

Die Thoraxklinik am Universitätsklinikum-Heidelberg ist stets bestrebt, das Leistungs- und Qualitätsniveau zu verbessern. Zu diesem Zweck lässt sich die Thoraxklinik am Universitätsklinikum-Heidelberg regelmäßig durch externe Institute zertifizieren.

 

Die bisherigen Zertifizierungen finden Sie nachstehend:

Lungenkrebszentrum am NCT Heidelberg

Die Thoraxklinik Heidelberg  gehört zu den ersten  Kliniken in Deutschland, die offiziell seit Juni 2009 als spezialisiertes Lungenkrebszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden sind.

 

Die Zertifizierung als Lungenkrebszentrum wurde in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DTG) und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) unter dem Dach der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) entwickelt. Voraussetzung für das Qualitätssiegel „Organkrebszentrum“ ist eine unabhängige Fachbegutachtung. Ein Organkrebszentrum muss auf der Basis qualifizierter Leitlinien interdisziplinäre Versorgungsstrukturen aufbauen und Qualität dokumentieren, was dann in vorgegebenem Rhythmus durch externe Verfahren, und eben nicht nur durch eigene Fachgesellschaften, bewertet wird.

Zielsetzung

Ziel eines Lungenkrebszentrums ist es, durch die Einhaltung verbindlicher Qualitätsstandards an Bronchialkarzinom erkrankten Patienten eine optimale, umfassende Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Lungenkrebs zu ermöglichen.

Die Bezeichnung beinhaltet, dass der enge Informationsaustausch aller Fachbereiche und Institutionen für Diagnostik und Therapie der betroffenen Patienten gewährleistet ist.

Das Lungenkrebszentrum ist aus diesem Grunde fest integriert in das NCT (Nationales Centrum für Tumorerkrankungen) Heidelberg, welches von folgenden Kooperationspartnern getragen ist: Deutsches Krebsforschungszentrum, Universitätsklinikum Heidelberg, Deutsche Krebshilfe und Thoraxklinik-Heidelberg.


 
Worin besteht der Vorteil einer Behandlung als Patient im Lungenkrebszentrum?
Jedem Patienten stehen die modernsten, nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichteten Methoden der Diagnostik und Behandlung zur Verfügung.


Jährlich werden mehr als 800 Patienten mit neu diagnostiziertem Lungenkrebs in der Thoraxklinik behandelt. Das Ziel ist, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in klinisch anwendbare Untersuchungen umzusetzen ("Translational Research").

 

Aus der Gesamtheit der erfassten diagnostischen Informationen ergeben sich individuelle Profile von Patienten. Diese bilden zusammen mit etablierten klinischen Parametern die Grundlage für eine an aktuellen Leitlinien ausgerichtete und gleichzeitig auf den individuellen Patienten optimal abgestimmte Therapie.
Zu einem zertifizierten Lungenkrebszentrum gehört auch die enge Kooperation mit der hausinternen Psycho-Onkologie, der Seelsorge und dem Sozialdienst.

Eine derart fachübergreifende und gut organisierte Vernetzung der Abteilungen Pneumologie, Thoraxchirurgie, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie und Anästhesie mit dem Pflegedienst, den Funktionsabteilungen und dem Psychosozialen Dienst „unter einem Dach“ bietet eine zügige und umfassende Versorgung mit dem Ziel einer langfristigen Verbesserung der Heilungschancen und der Überlebensqualität bei Lungenkrebspatienten.
 
 

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz

Eine wesentliche Vorgabe und Kernelement für die Zertifizierung ist die Behandlung im interdisziplinären Konzept unter Einbeziehung aller Hauptbehandlungspartner bestehend aus Pneumologen, Thoraxchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Radiologen und Anästhesisten. In unserer Klinik wird diese Interdisziplinarität schon seit vielen Jahren als Standard unserer Therapieentscheidung angesehen und gelebt. Alle Chefärzte - oder deren Stellvertreter – nehmen an der wöchentlichen großen Tumorkonferenz teil. Zudem ist in unserer Klinik eine tägliche,  gemeinsame Indikationskonferenz seit Jahren etabliert. Bei Patienten, die sich erstmals in unserer Klinik vorstellen, wird im interdisziplinären Konzept durch Chefärzte/Oberärzte der genannten Abteilungen die weitere Diagnostik festgelegt. Hierdurch wird nicht nur die Kompetenz der unterschiedlichen Abteilungen unserer Klinik zusammengeführt, sondern auch ein möglicher  stationärer Aufenthalt verkürzt und für jeden Patienten ein individueller Diagnostikpfad unter Berücksichtigung der Tumormanifestation und der Begleiterkrankungen  festgelegt.

Leitungsstruktur

 
Leitung Lungenkrebszentrum:
Univ.-Prof. Dr. med. H. Dienemann
Ärztlicher Direktor, Chefarzt Thoraxchirurgie
Sekretariat: Tel.: 06221/396 1101
 
 
Zentrumskoordinator/Kontakt:
OÄ Dr.  med. Kappes
Leitende Oberärztin Ambulanz
Oberärztin Pneumologie/Beatmungsmedizin
Tel.: 06221/396 1700
jutta.kappes@thoraxklinik-heidelberg.de

 


KTQ

Zertifiziert nach den Regeln der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen GmbH (KTQ-GmbH) Zeritifikatsnummer: 2015-0008-KH

Die Thoraxklinik hat im Frühjahr 2015 erneut ihre Re-Zertifizierung KTQ durchgeführt und erfolgreich mit einer Gültigkeit bis zum 04.03.2018 abschließen können. Das Krankenhaus hat somit sein internes Qualitätsmanagementsystem unter Berücksichtigung international anerkannter Regeln einer Prüfung unterzogen. Bewertet wurden das interne Qualitätsmanagement in den Kategorien: Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informations- und Kommunikationswese, Führung und Qualitätsmanagement.


Weaningzentrum der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.

Die Thoraxklinik ist akkreditiertes Weaningzentrum.Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hat dem Weaningzentrum der Thoraxklinik bescheinigt, die fachlichen Anforderungen an Weaningzentren gem. der definierten Qualitätskriterien erfüllt zu haben.


Anerkennung als CF-Einrichtung

Die Mukoviszidose Erwachsenenambulanz  konnte die Anerkennung als CF-Einrichtung durch das  Mukoviszidose Institut gemeinnützige Gesellschaft für Forschung und Therapieentwicklung mbH erlangen.


Akkreditierung "Außerklinische Beatmung"

Die Thoraxklinik engagiert sich seit vielen Jahren in der Fortbildung außerklinisch tätiger Pflegekräfte. Als einer der ersten Anbieter Deutschlands ist es nun gelungen, die Akkreditierung der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung zur Ausbildung von Pflegefachkräften für außerklinische Beatmung zu erlangen


Schmerzfreies Krankenhaus

Die Thoraxklinik Heidelberg gehört zu den 25 Pilotkrankenhäusern, die sich deutschlandweit an dem Projekt „Schmerzfreies Krankenhaus“ beteiligt haben. Initiiert und begleitet wurde die Studie von der Ruhruniversität in Bochum sowie der Universität Witten-Herdecke. Ziel des Projektes war es, den Stand der Schmerztherapie in den deutschen Krankenhäusern zu erfassen und basierend auf diesen Daten eine Verbesserung der schmerzmedizinischen Versorgung der Patienten zu erreichen.

In der Thoraxklinik Heidelberg wurde das Projekt federführend von Herrn Dr. Männle (Leitender Oberarzt der Abt. für Anästhesie und Intensivmedizin) und Herrn Klein-Schütz (Pflegemanager) geleitet. Mit der Ersterhebung der Daten wurde im Oktober 2005 begonnen. In den Abteilungen Onkologie, Pneumologie und Thoraxchirurgie wurde eine repräsentative Befragung von Patienten, Pflegenden und Ärzten durchgeführt. Schmerztherapeutisch Interessierte aus Pflege und Ärzteschaft fanden sich zu einer Arbeitsgemeinschaft „Schmerz“ zusammen, die aufgrund der erhobenen Daten ein Konzept zur Verbesserung der Schmerztherapie an der Klinik entwickelte. Konkret bedeutete dies, die Entwicklung von Standards zur Schmerztherapie, tägliche Schmerzmessung beim Patienten und der routinemäßige Einsatz von patientengesteuerten Schmerzpumpen und Periduralkathetern.

Besonders wichtig war die aktive Einbindung der Patienten in das Therapiekonzept durch regelmäßige Befragung über die Schmerzstärke, eine intensive Aufklärung und Schulung sowie die aktive Patientenbeteiligung an der Therapie durch patientengesteuerte Schmerzmittelpumpen und durch patientenabrufbare Bedarfsmedikation.

Die genannten Maßnahmen haben zu einer deutlichen Zunahme der Patientenzufriedenheit geführt. Dies konnte im März 2007 durch eine erneute Patientenbefragung objektiviert werden. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde von der Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie, Certkom e.V., der Thoraxklinik Heidelberg in den Jahren 2007 und 2011 das Zertifikat „Qualifizierte Schmerztherapie“ verliehen. Mit Hilfe dieser Zertifizierung konnten Strukturen aufgebaut und etabliert werden, welche auch nach zwischenzeitlichem Ablauf des Zertifikates weiterhin die Qualität der schmerztherapeutischen Behandlung sicherstellen.


Nachhaltiges Wirtschaften

Die Thoraxklinik hat erfolgreich an dem Projekt "Nachhaltiges Wirtschaften" teilgenommen und die Voraussetzung für eine nachhaltige Wirtschaftsweise geschaffen. Oberbürgermeister Eckart Würzner überreichte am 16. Mai 2011 die Zertifizierungsurkunden an die Betriebe.




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