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Die
Thoraxklinik Heidelberg gehört zu den 25 Pilotkrankenhäusern, die sich an
dem Forschungsprojekt „Schmerzfreies Krankenhaus“ beteiligt haben. Ziel
dieses Projektes war es, den Status quo der Schmerztherapie in den
deutschen Krankenhäusern zu erfassen und basierend auf diesen Daten eine
Verbesserung der schmerzmedizinischen Versorgung der Patienten anzuregen.
Das Projekt wurde von Prof. Maier, Abteilung Anästhesie der Universität
Bochum und Prof. Osterbrink, Abteilung für Pflegewissenschaften der
Universität Witten-Herdecke, auf den Weg gebracht.
An der Thoraxklinik Heidelberg begann das Projekt mit der Ersterhebung im
Oktober 2005. Zu diesem Zeitpunkt wurden repräsentativ in den drei
klinischen Abteilungen Innere Medizin-Onkologie, Pneumologie und
Beatmungsmedizin und Thoraxchirurgie Patienten, die Mitarbeiter der Pflege
sowie das ärztliche Personal befragt.
Auf der Basis der erhobenen Daten wurde ein Konzept zur Verbesserung der
schmerztherapeutischen Versorgung der Patienten entwickelt. Zu diesem
Zweck wurde die Arbeitsgemeinschaft „Schmerz“ gegründet, die sich aus
Mitarbeitern der bettenführenden Abteilungen ( Thoraxchirurgie, Onkologie,
Pneumologie und Beatmungsmedizin und Anästhesie ) und der Berufsgruppen
Pflegende und Ärzte zusammensetzt. Von dieser Arbeitsgemeinschaft wurden
mehrere Projekte entwickelt und in die Praxis umgesetzt. Hervorzuheben
wären insbesondere die tägliche Einschätzung und Dokumentation des
Schmerzzustandes bei allen Patienten, das Erarbeiten verschiedener
Leitlinien und Standards (postoperative Schmerztherapie, Schmerztherapie
bei internistisch-pneumonologischen und internistisch-onkologischen
Patienten, Umgang mit Patienten mit Periduralkatheter auf Normalstation,
Information, Beratung und Schulung der Patienten etc.).
Begleitet wurde das Projekt durch diverse Fortbildungsveranstaltungen für
die Mitarbeiter im ärztlichen - und Pflegebereich. Die Effektivität der
genannten Maßnahmen wurde im März 2007 durch eine erneute Befragung der
Patienten, der Pflegekräfte und der Ärzte überprüft. Auf der Basis der
gewonnenen Daten ließ sich eine deutliche Verbesserung der
schmerztherapeutischen Versorgung in unserer Klinik nachweisen. Aufgrund
dieser Ergebnisse wurde von der Gesellschaft für qualifizierte
Schmerztherapie Certkom e.V. der Thoraxklinik Heidelberg das Zertifikat
„Qualifizierte Schmerztherapie“ verliehen.
Dass die Zertifizierung nicht einfach zu erreichen war, beweist die
Tatsache, dass von den 25 teilnehmenden Kliniken lediglich 13
Krankenhäusern die Zertifizierung verliehen wurde. Die Thoraxklinik kann
stolz sein auf dieses Ergebnis. Es bedeutet eine weitere
Qualitätssteigerung in der Patientenversorgung, was auch im Ergebnis von
unseren Patienten deutlich wahrgenommen wurde.
Danken möchten wir an dieser Stelle allen, die dieses Projekt unterstützt
haben. Hervorzuheben ist besonders das Engagement der Studienassistenten,
die wesentlich dazu beigetragen haben, dass die beschlossenen Projekte der
Arbeitsgemeinschaft Schmerz auf den Stationen umgesetzt wurden und so die
erfolgreiche Zertifizierung erreicht werden konnte.
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